Informationen zum Jahresende 2014

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit informieren wir Sie über Neuerungen und Änderungen, die wir im vergangenen Jahr bereits vorgenommen haben und noch vornehmen werden:

1.     Austauschservice für defekte Maschinen

Zur Optimierung unseres Austauschservice für defekte Maschinen wurde eine Möglichkeit geschaffen den Austausch direkt über einen Eingabebereich auf der WEKA-Homepage zu realisieren. Sie finden diesen Eingabebereich auf der Homepage unter Service / Austauschservice.
Durch diese Integration kann die Abwicklung effizienter und schneller erfolgen, da insbesondere die Bestätigung der Lieferbedingungen durch den Anwender direkt im Eingabebereich erfolgen kann.

Der Austauschservice ist selbstverständlich auch über ein Smartphone nutzbar (z.B. direkt von der Baustelle). Die Internetseite des Eingabebereichs kann u.a. als Lesezeichen direkt auf dem Homescreen des Smartphones in Form einer App abgelegt werden. Die Anleitung hierzu finden Sie ebenfalls im Bereich Austauschservice auf der WEKA-Homepage.

2.    Preise für Maschinen und Ersatzteile

Aufgrund steigender Kosten in der Fertigung und im Transport sind wir nach ca. 15 Jahren nun gezwungen die Preise für Ersatzteile um 1,5% anzuheben. Die Preise für Maschinen erhöhen wir aus Rationalisierungsgründen um 0,5%, dafür ändern sich die Versandkonditionen wie folgt:

Ab Januar liefern wir innerhalb Deutschland ab einem Auftragswert von 1000,– € frachtfrei.
Die Kosten für Umverpackungen und Paletten entfallen grundsätzlich.

Bitte beachten Sie die Maschinen- und Ersatzteilpreislisten.

Die Preisänderungen treten ab 1.3.2015 in Kraft.

Folgende Maschinen und Ersatzteile müssen wir gesondert anpassen. Da wir ab Januar 2015 die WS 75 (H,HF) generell nur noch mit Trolley liefern, ist ein Anteil der Mehrkosten nun in den Maschinenkosten enthalten.

 

Bezeichnung Standard Artikelnr.  alter Preis [€]  neuer Preis [€]
Wandsäge kpl. mit Trolley  WS75H  14.900,00 15.450,00
Wandsäge kpl. mit Trolley  WS75HF 15.400,00 15.950,00
Frequenzumformer FU15V  3.500,00  3.550,00
Frequenzumformer FU15VF  3.750,00  3.800,00
Designblende FU4 FU04503  5,10  12,50
Gasdruckfeder 4315010 32,50  33,90
Schlauchkupplung  DN7,2×9 7014030  10,20  11,90

 

3.  Fehlerstromschutzschalter und elektronisch gesteuerte Maschinen mit Gleichstromzwischenkreis

Vor einigen Wochen gab es einen stattlichen Wirbel um den Betrieb von Hochfrequenzmaschinen auf Baustellen über Baustromverteiler mit integriertem Fehlerstromschutzschalter des Typs “A”.

Wer oder was ihn nun auslöste, wissen wir nicht, da seit über 15 Jahren Maschinen mit Hochfrequenzmotoren auf Baustellen eingesetzt werden, und die Berufsgenossenschaft bis heute in Ihrer BGI608 immer noch den FI (A) zulässt.

Nachfolgen versuchen wir, die Einzelheiten des komplexen Themas darzustellen.

Es wir hier allgemein von Hochfrequenzmaschinen gesprochen, dabei geht es nicht um den Antrieb selbst, sondern um die elektronische Steuerung die in der Regel die Leistungselektronik über einen sogenannten “Gleichstromzwischenkreis” versorgt. Dieser allein ist es, der dazu führen kann, dass im Fehlerfall in der Netzleitung nicht nur Wechselstrom, sondern auch Gleichströme fließen können.
Ein Fehlerstromschutzschalter Typ A aber ist für diese Gleichströme nicht geeignet, da eine Kernsättigung eintreten kann, die dann verhindert, dass ein Fehlerstrom erkannt wird.

Nun könnte man einfach einen eigenen Baustromverteiler mit einem Fehlerstromschutzschalter des Typs “B” zwischen den elektronisch gesteuerten Antrieb und den bauseits installierten Baustromverteiler schalten. Das hätte dann zur Folge, dass die eigenen Maschine damit geschützt wäre, der Gleichstrom aber zum bauseits installierten Verteiler weiter geleitet und diesen dennoch sättigen würde. Die Folge könnte sein, dass der eingebaute FI(A) bei den dort angeschlossenen Maschinen und Geräten, die dann einen Fehlerstrom produzieren, nicht auslöst.
Wer also diese Lösung anwendet, kann sich selbst zwar schützen, verhindert aber, dass andere angeschlossene Verbraucher geschützt sind. Ein fataler Zustand, den man nicht anstreben sollte.

Eine Ausnahme könnte der Fehlerstromschutzschalter DFS 4 B+ MI von Doepke sein. Er soll angeblich wie ein Typ B funktionieren, aber andererseits nur geringe Gleichfehlerströme an das Netz abgeben. Zulassungen dafür sind scheinbar im Gange. Sobald der Typ zugelassen ist, könnten man ihn in ein Gehäuse einbauen und dann zwischen Maschine und Baustromverteiler schalten. Wir informieren Sie, sobald wir mehr wissen.

Grundsätzlich muss mann wissen, dass immer noch das wichtigste Element der elektrischen Sicherheit der Schutzleiter (PE) ist. Wenn er durchgehend niederohmig ist, d.h. perfekt verbunden, von der Maschine bis zum Verteiler, bzw. der Erdklemme, dann kann nichts passieren. Der FI wurde nur installiert, weil man weiß, dass sehr oft defekte, nicht wirksam funktionierende Schutzleiter existieren. Er soll dann eben retten, wenn die Isolation und der PE versagen. Wenn es also auf der Baustelle zu einem Stromunfall kommt, ist grundsätzlich nicht nur der FI, oder dessen falscher Gebrauch schuld, sondern ein Defekt in der Isolation und ein nicht ausreichend funktionierender PE. Der Betreiber einer Hochfrequenzwandsäge kann also z.B. durch Fehlergleichströme einen FI (A) blockieren und somit an einem Unfall beteiligt sein, als Auslöser des Unfalls kann er nicht zur Verantwortung gezogen werden.

In einer Expertenrunde wurden diese Themen im Auftrag des Fachverbandes am 26.11.2014 diskutiert. Anwesend waren die bedeutenden Hersteller von Diamantbohrmaschinen und -sägen mit elektronisch kommutierten Motoren, sowie ein Vertreter der BG.

Eine befriedigende Lösung konnte nicht gefunden werden, da derzeit die Einrichtungen dazu fehlen.
Von größter Bedeutung ist die sicherheitstechnisch funktionsfähige Maschine samt Umrichter. Wo kein Isolationsfehler vorhanden ist und kein Wasser in der Elektronik oder Im Motor, d.h. in elektrisch leitenden Bereichen Kriechströme verursachen kann, kommt es auch nicht zu Fehlerströmen. Wenn der PE einwandfrei funktioniert, kann es nicht zu einem elektrischen Unfall kommen.
Dennoch sollten alle Betreiber Ihre elektrisch gesteuerten Maschinen und Einrichtungen mit einem Gleichstromzwischenkreis über einen FI Typ B oder B+ betreiben. Sie sollten die Stromversorgung prüfen, bevor Sie Ihre Einrichtungen mit dem  elektrischen Netz verbinden.
Bereits in Angeboten sollten Bohrbetriebe darauf hinweisen, dass im Verteiler ein FI Typ B installiert sein muss. Wie sich allerdings ein Betonbohrer in der Praxis verhält, wenn er auf der Baustelle einen FI (A) vorfindet, liegt in seinem Ermessen. Wenn er einen weiten Weg zur Baustelle zurückgelegt hat und unter Termindruck steht, wird er wohl nicht die Nerven haben und einfach wieder abreisen.

Das Desaster hat prinzipiell die BG verursacht. Sie wusste schon seit weit über 10 Jahren, dass Maschinen mit elektronischen Steuerungen an Verteilern mit FI (A) betrieben werden, bis heute ist  aber nach der BGI 608 immer noch dieser FI zur Installation zugelassen.
Den schwarzen Peter nun ausgerechnet dem kleinen Kreis der Betonbohrer zuzuschieben erscheint fatal.

4. Intellitronik für DK1 – DK3

Aufgrund der neuen Norm EN62841-1 wurde eine Änderung der Motorelektronik erforderlich. Nach der neuen Norm dürfen Diamantkernbohrmaschinen bei einem Spannungsausfall, nach Spannungsrückkehr nicht unbeabsichtigt einschalten. Bitte beachten Sie dazu den veränderten Einbau der Elektronik im Servicefall.

5. PRCD / PRCDS – BGI 608

Sehr oft besteht Unklarheit darüber, ob unsere Kernbohrmaschinen mit einem PRCDS betrieben werden müssen. Nachfolgend teilen wir Ihnen den Sachverhalt mit, wie er sich aufgrund der BGI 608 ergibt.

1. Unsere Diamant-Kernbohrmaschinen werden nach der europäischen Sicherheitsnorm EN60745 gefertigt. In dieser Norm wird explizit die Verwendung des PRCD vorgeschrieben. Nach unserem Kenntnisstand setzen alle Anbieter von Kernbohrmaschinen auch den PRCD ein.

2. Würden wir den PRCDS als Personenschutz anwenden, so könnte die Maschine nicht am Generator (Stromerzeuger) betrieben werden, auch bestehen Schwierigkeiten beim Betreiben an Steckdosen mit einer Brücke zwischen PE und N. Außerdem ist der Preis ca. drei mal höher, gegenüber dem PRCD.

3. Der Grund, warum die BG auf die Anwendung des PRCDS drängt, liegt in der häufig fehlerhaften Installation der Einspeisepunkte (Steckdosen, etc.). Dabei können sich schwerste Unfälle durch elektrischen Schlag ereignen. Der Betreiber, in unserem Fall der Bohrbetrieb, hat somit aus Gründen der Vorsorgepflicht immer dann, wenn er Maschinen an einer Steckdose betreibt, die nicht über einen ordnungsgemäß installierten Baustromverteiler angeschlossen ist, dafür zu sorgen, dass sich diese sicherheitstechnisch in einem einwandfreien Zustand befindet. Er kann diesen Zustand durch Messen prüfen oder sehr einfach durch einen vorgeschalteten PRCDS.

Nun treffen zwei Regeln aufeinander. Auf der einen Seite besteht die Regel für die Herstellung einer Diamant-Kernbohrmaschine, die von uns erfüllt wird. Auf der anderen Seite besteht die Regel über das Betreiben dieses Elektrowerkzeugs.
Nicht der Hersteller, sondern der Betreiber ist gefordert, dafür Sorge zu tragen, dass er seine Geräte und Maschinen nur an ordnungsgemäß installierten Einspeisepunkten betreibt. Dies kann nur der Betreiber vor Ort entscheiden und niemals der Hersteller der Maschine.

Der PRCDS ist mit Stecker und Kupplung erhältlich und kann somit z.B. vor den Verteiler (Kabeltrommel) geschaltet werden. Damit ist dann die BGI 608 erfüllt. Ist die Steckdose nicht korrekt angeschlossen, kann der PRCDS nicht eingeschaltet werden.
Wichtig dabei ist allerdings, dass Kabeltrommel und Verlängerungskabel keinen Fehler aufweisen.
Nehmen Sie die Sicherheit auf der Baustelle sehr ernst und weisen Sie die Anwender auf die Gefahren und die Einrichtungen zum Vermeiden von elektrischen Unfällen hin.

6. Reparaturschulungen

Im kommenden Jahr sind folgende Termine für Reparaturschulungen geplant:

05.02 – 06.02    Reparaturschulung englisch allgemein
05.03 – 06.03    Reparaturschulung deutsch allgemein
23.04 – 24.04    Reparaturschulung deutsch SR-Maschinen
25.06 – 26.06    Reparaturschulung englisch SR-Maschinen
24.09 – 25.09    Reparaturschulung deutsch allgemein
29.10 – 30.10    Reparaturschulung englisch allgemein
26.11 – 27.11    Reparaturschulung deutsch SR-Maschinen

Bitte melden Sie sich bei Bedarf rechtzeitig an. Weitere individuelle Termine sind selbstverständlich möglich.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Für 2014 wünschen wir Ihnen, Ihrer Familie und Ihren Mitarbeitern alles Gute und hoffen auf weiterhin gute Zusammenarbeit.

Mit freundlichem Gruß

WEKA Elektrowerkzeuge

Wilhelm Wurster